Am Anfang war die Idee, 7 Kugeln in Ulmiz
in die Bibera zu werfen, mit der Hoffnung, wenigstens
eine würde den Weg in den Neuenburgersee finden.
Dann die Erkenntnis, diese Reise nur im Kopf zu machen
und damit die Bibera in Ruhe zu lassen mit ihrem neuen
renaturierten Lauf.
Jetzt ein Dreibein und den 7 Silberkugeln,
veredelt mit den Zeichen, Zeichnungen,
Unterschriften, begleitenden Sätzen der Bevölkerung.
Hinstellen als Respekt vor unserer B I B E R A.
Möge sie noch lange fliessen, sich verformen und Raum
schaffen.
Die Biberen (französisch La Bibera) ist ein rund 24 km langer rechter Nebenfluss der Broye in den Schweizer Kantonen Freiburg und Bern. Sie entwässert einen Abschnitt des nördlichen Freiburger Mittellandes und gehört zum Einzugsbereich des Rheins. Das Einzugsgebiet der Biberen hat eine Fläche von etwa 50 km².
Der französische Name des Flusses lautet La Bibera; neben dem mundartlichen Bibere wird auch im deutschsprachigen Raum des Kantons Freiburg gelegentlich die Bezeichnung Bibera verwendet.
Das Quellgebiet der Biberen befindet sich auf ungefähr 570 m ü. M. auf dem Gemeindeboden von Courtepin. Mit ihrem Oberlauf durch das vom eiszeitlichen Rhonegletscher überprägte Molassehügelland zwischen dem Murtensee und dem Saanetal fliesst die Biberen parallel zur Saane nach Nordosten. Sie bewegt sich dabei meist in einer 500 m bis 1 km breiten Talsenke, die früher ein Moorgebiet bildete und erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts melioriert wurde.
Bei Schönenbühl, einem Ortsteil der Gemeinde Kriechenwil, wendet sich die Biberen nach Norden; das Tal ist nun etwas schmaler geworden, besitzt aber immer noch eine flache Talaue. Entlang der Biberen verläuft hier die Grenze zwischen den Kantonen Freiburg und Bern, bei Biberen tritt der Bach kurzzeitig ganz auf Berner Boden über.
Eine weitere markante Richtungsänderung zeichnet die Biberen südlich von Kerzers. Sie fliesst nun nach Westen und erreicht die Ebene des Grossen Mooses. Auf den untersten 6 km Wegstrecke wurde der Bach im Rahmen der Meliorationen des Grossen Mooses kanalisiert und begradigt. Der Flusslauf trägt hier den Namen Biberenkanal. Bei Bellechasse münden zunächst von links der Galmizkanal, danach von rechts der Grand Canal (Grosser Kanal). Nördlich von Sugiez (Gemeinde Mont-Vully), am Ostfuss des Mont Vully, fliesst der Biberenkanal auf 430 m ü. M. in den Canal de la Broye (Broyekanal), den kanalisierten Abschnitt der Broye zwischen dem Murtensee und dem Neuenburgersee.
Auf der gesamten Flussstrecke beträgt das Gefälle weniger als 1 %. Die Biberen ist durch ein pluviales Abflussregime geprägt, wobei sich die mittlere Abflussmenge bei Kerzers auf 0,6 m³/s beläuft. Sie besitzt nur wenige kurze Seitenbäche.
Mit den Meliorationsmassnahmen im Biberental zwischen Courtaman und Liebistorf wurde der Bachlauf kanalisiert und begradigt. Seit Ende der 1990er-Jahre wurden an verschiedenen Orten dieses Abschnitts Revitalisierungen vorgenommen. Zwischen Liebistorf und der Jerisbergmühle wurde die Wasserkraft der Biberen seit dem ausgehenden Mittelalter für den Betrieb von Mühlen und Sägereien genutzt. Im Bereich der Jerisbergmühle wurde ein längerer Seitenkanal geschaffen, der das Wasser zur Mühle ableitete. Mit der Umstellung auf Elektrizität der letzten Sägerei und Mühle, deren Betrieb noch auf Wasserkraft basierte, fliesst die Biberen heute wieder in ihrem natürlichen Bett. Trotz der früheren Nutzung der Wasserkraft blieb der Abschnitt zwischen Schönenbühl und Jerisbergmühle in beinahe natürlichem Zustand erhalten.
Der Unterlauf ab Kerzers ist seit der Juragewässerkorrektion völlig begradigt. Das Wasser wird hier für Bewässerungszwecke genutzt.
Eine emsige Biberfamilie hat Naturschützern in Tschechien viel Geld und Arbeit erspart. Während die noch um Genehmigungen und Fördergelder rangen, schufen die Biber kurzerhand ein Sumpfgebiet.
Biber helfen Naturschützern: Ein Mensch muss Genehmigungen einholen, ein Biber nicht ( Biber helfen Naturschützern: Ein Mensch muss Genehmigungen einholen, ein Biber nicht ( Vier scharfe Zähne und eine unermüdliche Lust aufs Nagen: Dafür ist der Biber bekannt. Naturschützern in Tschechien haben Biber mit dieser Konstitution nun einiges an Arbeit und Geld erspart. Eine Biberfamilie hat dort bei der Revitalisierung eines Bachlaufs geholfen. Die Nagetiere hätten am Fluss Klabava einen Damm gebaut und so ein Sumpfgebiet geschaffen, sagte der Leiter des Landschaftsschutzparks Brdy, Bohumil Fiser, nach Angaben der Agentur CTK.
Bei dem Park handelt es sich um einen ehemaligen Truppenübungsplatz. Die Klabava fließt dort durch einen künstlich angelegten Kanal. Naturschützer, Wasserwirtschaftler, Kommunen und Forstbetriebe hatten jahrelang darüber diskutiert, ob und wie der Fluss in seinen natürlichen Lauf zurückversetzt werden könnte. Die Biber setzten diesen Diskussionen nun ein Ende, indem sie einfach zur Tat schritten.
Biber brauchen keine Genehmigungen
Ein Biber könne in einer Nacht bauen, wofür der Mensch mit einem Bagger eine Woche brauche, sagte Parkleiter Fiser im tschechischen Fernsehen CT. Der Mensch müsse zudem erst Genehmigungen einholen, wasserrechtliche Entscheidungen abwarten und Fördergelder einwerben. Fiser schätzte die Ersparnis auf umgerechnet bis zu 1,2 Millionen Euro.
Die Biberfamilie im Landschaftsschutzpark Brdy besteht demnach aus einem Elternpaar und zwei Generationen von Jungtieren. Der Park liegt rund 50 Kilometer südwestlich von Prag.
Anfang des 19. Jahrhunderts galt der Europäische Biber in Tschechien als ausgerottet. Erst Ende des 20. Jahrhunderts wanderten wieder Biber aus den umliegenden Ländern ein. Inzwischen wird die Population auf rund 15.000 Tiere geschätzt.